Kluge Idee für runde Logistiklösung: Die Rollende Pipeline
Chemion reduziert durch integrierte Konzepte Logistikkomplexität

Die Logistik hat in den letzten zwanzig Jahren enorm an Komplexität gewonnen. Wichtigster Treiber dieser Entwicklung ist die Globalisierung, die dazu führt, dass Beschaffung und Distribution international erfolgen, sich die Supply Chains verlängern und Logistik zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor geworden ist. Mit diesen Veränderungen wandeln sich auch die Anforderungen an Logistik-Dienstleister: Chemion versteht es als Herausforderung, für seine Kunden individualisierte Leistungsbündel zu schnüren, die bestehende Prozesse ein Stück weit schlanker gestalten und die Logistikkomplexität durch integrierte Lösungskonzepte steuerbar machen.
Leistungsbereiche vernetzen – Mehrwert schaffen
Immer mehr Unternehmen erkennen die Zusammenarbeit mit externen Logistik-Spezialisten als Möglichkeit, die Komplexität ihrer Logistik zu reduzieren und sich dadurch Flexibilität zu verschaffen. Eine Fremdbeauftragung von Einzelleistungen reicht heute dazu jedoch nicht mehr aus. Vielmehr gilt der Grundsatz: Je komplexer der Logistikprozess ist, den ein Dienstleister für seinen Kunden steuert, und je größer die Gestaltungsfreiheit ist, die der Logistiker bei der Konzepterstellung hat, desto größer fällt der wirtschaftliche Nutzen für das Kundenunternehmen aus. Chemion verfolgt aus diesem Grund bei der Entwicklung logistischer Lösungen einen ganzheitlichen Ansatz. Denn wird nicht nur ein Teilprozess betrachtet, sondern auch die Abläufe mit in die Überlegungen mit einbezogen, die vor oder nach diesem Prozess erfolgen, kann dadurch das Zusammenspiel von Lieferanten, der Logistik des Auftraggebers und seinen Distributoren oder Kunden deutlich verbessert werden. In einem intensiven Austausch mit dem Auftraggeber hinterfragt Chemion daher die jeweiligen Einzelleistungen, wie beispielsweise den Transport, die Lagerung oder den Umschlag, und sieht sich im Detail Schnittstellen und angrenzende Prozesse an. Auf diese Weise kristallisiert sich heraus, wie verschiedene Leistungsbereiche mit einander verzahnt und in einem Gesamtkonzept integriert werden können. Chemion ist davon überzeugt: Die Qualität einer Logistiklösung lässt sich daran messen, wie hoch ihr Individualisierungsgrad ist und wie sehr sie eine Prozesskette vereinfacht und damit steuerbar macht.
Gute Ideen leihen
Manchmal kann beim Design eines umfassenden Logistikkonzepts auch eine gute Idee aus einem logistikfremden Bereich Pate stehen für eine innovative Lösung. Wie das in der Praxis aussehen kann - das veranschaulicht das folgende Beispiel:
Eine Pipeline ist ein Symbol für Versorgungssicherheit. Dieses Prinzip des konstanten Produktstroms aus dem Bereich „Energieversorgung“ hat Chemion Logistik auf den Bahnverkehr übertragen und damit eine innovative Lösung für den Bereich Transport entwickelt: Ein Kunde hatte sich mit der Anforderung an Chemion gewandt, für seine Produktlieferungen über die Schiene ein Modell zu entwickeln, bei dem die Interessen von Verlader und Kunde gleichermaßen berücksichtigt wurden. Für Produktlieferungen, die mit einzelnen Kesselwagen und Wagengruppen transportiert wurden, suchte das Kundenunternehmen eine Alternative, da bis dato zwischen Bestellung und Lieferung manchmal Zeitspannen von 2 bis 3 Tagen lagen. Das Unternehmen benötigte für seine Produktion jedoch Produktmengen, die sich oft nur kurzfristig von einem Tag auf den anderen bestimmen ließen. Diese kurze Zeitspanne reichte dem Verlader auf der anderen Seite des Transportprozesses nicht aus, um die bestellten Mengen termingerecht anzuliefern. Somit standen sich die Zielsetzungen von Produktions- und Kundenunternehmen auf den ersten Blick diametral gegenüber. Doch Chemion brachte sie durch die Idee der Pipeline auf Schienen miteinander in Einklang.
Elastischer Prozess für Planungs- und Versorgungssicherheit
Mit der „Rollenden Pipeline“ wurden Synergien geschaffen, ein zwischen Produktion und Verbrauch abgestimmter Prozess definiert und der Transport zwischen Verladung und Empfang elastisch gehalten: Dreimal wöchentlich nahm der Dienstleister die vom Verlader bereitgestellten Kesselwagen in Empfang, stellte aber täglich dem Kunden nur die Produktmengen und Waggons zu, die das Unternehmen am Vortag im Logistikcenter Bahn von Chemion abgerufen hatte. Auf diese Weise fungierte Chemion quasi als Puffer zwischen den beiden Unternehmen. Aus dem Logistikcenter heraus wurde der gesamte Transportprozess überwacht, so dass alle Einzelschritte transparent und nachvollziehbar waren und die einzelnen Abläufe effizient gesteuert werden konnten. In der Konsequenz sorgte Chemion mit dem Pipeline-Modell dafür, dass Planungssicherheit beim Verlader und Versorgungssicherheit beim Empfänger Hand in Hand gingen.

