Green Logistics
Anders planen und ein Plus für die Umwelt schaffen

Logistikkonzepte, die grün sind, müssen keinesfalls automatisch mit hohen Kosten verbunden sein. Von diesem Grundsatz ist Chemion Logistik überzeugt und hat mit verschiedenen praxiserprobten Lösungen gezeigt, wie Konzepte beschaffen sein müssen, die auf eine verbesserte Umweltverträglichkeit von Transporten abzielen und sich zugleich für Unternehmen rechnen: Eine ganzheitliche Betrachtung des Transportprozesses und der vor- und nachgelagerten Abläufe ist die Basis, auf der neue Ansatzpunkte für eine innovative Lösung gefunden werden können. Bei frühzeitiger Planung und der Bereitschaft, mit der Bahn und dem Binnenschiff auch andere Verkehrsträger als den Lkw zu nutzen, lassen sich umweltverträgliche und wirtschaftliche Logistiklösungen organisieren. Und dann zeigt sich, dass Green Logistics und die Optimierung der Supply Chain Hand in Hand gehen.
Anderer Blickwinkel - neue Möglichkeiten
Für Chemion als Spezialist für das Handling gefährlicher Güter sind die Themen Sicherheit, Effizienz und Umweltverträglichkeit aufgrund des Gefahrenpotenzials der Stoffe ohnehin eng mit einander verknüpft. Doch darüber hinaus sieht der Logistik-Dienstleister Möglichkeiten, bei der Entwicklung von effizienten Logistiklösungen für seine Kunden gleichzeitig ein Plus für die Umwelt zu generieren und geht dabei wie folgt vor: Zunächst werden bestehende Warenströme kritisch hinterfragt und auch angrenzende Abläufe auf ihre Effizienz hin überprüft. Im Mittelpunkt stehen dabei diese Fragen im Mittelpunkt: Wie können Transporte von der Straße auf die Schiene verlagert werden? Wie lassen sich Gesamtprozesse am Standort anders aufsetzen und damit effizienter und wirtschaftlicher gestalten? Oft zeigt sich, dass bereits das Drehen an kleinen Stellschrauben eine spürbar positive Wirkung haben kann und sich Logistik „grüner“ gestalten lässt. Werden beispielsweise Bedarfe in Unternehmen früher identifiziert und Bestellungen entsprechend zeitiger vorgenommen, wirkt sich das positiv auf die Warenströme aus: Die Transporte haben dann eine längere Vorlaufzeit und können gebündelt und über alternative Verkehrswege vorgenommen werden. Und wenn die Geschwindigkeit nicht mehr der alles entscheidende Aspekt bei einem Transport ist, entfällt auch die Notwendigkeit, ihn als Spotverkehr über die Straße durchzuführen. Damit werden Schiene oder Schiff zu wirtschaftlich attraktiven Alternativen und es zeigt sich: Green Logistics ist nicht etwa eine belastende Forderung, sondern vielmehr eine gute und wirtschaftliche Lösung.
Integrierte Bahnkonzepte - reduzierter Koordinationsaufwand
Das gilt umso mehr, wenn die Transporte mit der Abwicklung zeitintensiver Services am Standort gekoppelt werden. Dies ist beispielsweise beim werktäglichen Bahn-Shuttle Service zwischen den CHEMPARK-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld der Fall. Der regelmäßige Bahnverkehr verbindet die Standorte über die rund achtzig Kilometer lange Strecke standardmäßig miteinander. Nach Ankunft der Teilshuttle werden diese aufgelöst und die Einzelwagen unter die jeweilige Abfüllstelle und an die Ladestellen der Endkunden rangiert. Nach der Verladung erfolgen die Verwiegung der Einzelwagen und die gefahrgutrechtliche Kontrolle an der Werksgrenze. Der Shuttle bietet allen Unternehmen an den Standorten die Möglichkeit, regelmäßige Transporte über die Schiene abzuwickeln, standortnahe Logistikleistungen mit diesen Transporten zu verknüpfen und so den Koordinationsaufwand für diese Leistungen zu reduzieren. Auch für die Umwelt bringt der Werk-Shuttle Vorteile: Pro Jahr befördert er zirka 120.000 Nettotonnen und entlastet damit die Straßen der Region um rund 5.000 Lkw-Fahrten. Weitere Synergien rund um den Standort-Shuttle ergeben sich aus dem Regionalkonzept Chemions, durch das die drei Standorte in einem Bahn-Netzgefüge verbunden sind. Über den Shuttle hinaus können so auch vor- oder nachgelagerte Transporte zu Stationen im Rheinland, Ruhrgebiet oder Sauerland mit demselben Equipment durchgeführt werden.
Geschickt kombinieren
Die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene setzt Infrastruktur voraus, die an CHEMPARK-Standorten vorhanden ist: Über die von Chemion betriebenen bi- und trimodalen Terminals lassen sich Lösungen als konventionelle oder intermodale Transporte durchführen. Von den Standorten aus bestehen direkte Verbindungen zu den ARA-Häfen (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam), zu den Fernverkehrsstraßen und dem überregionalen Schienennetz. So können über die Lager- und Umschlagterminals alle Varianten im Kombinierten Verkehr realisiert werden. Da viele Unternehmen in der Chemie- und chemienahen Industrie über einen produktionsnahen Gleisanschluss verfügen, wird für sie der Bahnverkehr als Zubringerdienst besonders interessant. So kann zum Beispiel an den Standorten Leverkusen und Dormagen aus dem Anschlussgleis heraus der Vorlauf zum Container-Bahnhof Köln-Eifeltor abgewickelt werden. Die Organisation des Vorlaufs über die Schiene ist für den Auftraggeber von Vorteil: Er kann aufgrund der hohen Zuverlässigkeit des Transportwegs Schiene sicherer planen und wählt zugleich einen umweltschonenden Verkehrsträger.
