Sicherheit und Effizienz rund um den Container
Chemion setzt auf innovative RFID-Technologie

Der international standardisierte Container ist aus der Chemie- und chemienahen Industrie nicht mehr weg zu denken: Die mobilen 20’ und 40’ Tank- und Boxcontainer eignen sich zum Transport der meisten Güter und können auch viele Gefahrstoffe sicher aufnehmen, so dass sie bei Transporten von gefährlichen Gütern unverzichtbar sind. Auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist daher das Containergeschäft ein wichtiger Faktor in der Logistik. Um seinen Kunden am Standort effiziente Prozesse rund um den Container bieten zu können, hat Chemion in den letzten Jahren seine Lager- und Umschlagkapazitäten ausgebaut und gehört mit rund 1.800 TEU zu den Top 10 der deutschen Terminal-Betreiber.
Infrastruktur für das Kundengeschäft
Angesichts der großen Bedeutung, die dem Containerverkehr für das Geschäft der Unternehmen in der Chemie- und chemienahen Industrie zukommt, hat Chemion in den letzten Jahren in moderne Infrastruktur, Container-Equipment und innovative Technologie investiert - Voraussetzung dafür, dass ausreichend Kapazitäten vorhanden sind und die standortnahen Containerprozesse, wie z.B. Umschlag und Lagerung, effizient und sicher laufen können. Zu den Lägern Chemions zählen zwei bimodale Gefahrgut-Terminals in Leverkusen und Dormagen, die zu den wenigen Lägern entlang der Rheinschiene gehören, die über eine Vollzulassung nach dem Bundes-Imissionsschutzgesetz (BImSchG) verfügen und damit zur Einlagerung von Containern mit gefährlichen Substanzen von mehr als 24 Stunden berechtigt sind. Das trimodale Containerlager am Leverkusener Hafen bietet zusätzliche Möglichkeiten beim Container-Umschlag: Neben Straße und Schiene kann auch der Wasserweg mit direkter Verbindung zu den Häfen in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen flexibel in die Transportkette einbezogen werden. Ein viertes Lager komplettiert die Container-Infrastruktur Chemions, die insgesamt mehr als 25.000 Quadratmeter Lager- und Umschlagfläche bietet: In 2006 nahm der Logistik-Dienstleister ein speziell für die Lagerung von Leercontainern konzipiertes Terminal in Betrieb, in dem leere gereinigte und ungereinigte Container auch längerfristig eingelagert werden können.
RFID für Effizienz und Sicherheit
Zentrale Aufgabe des Leercontainer-Terminals ist es, die anderen Container-Anlagen zu entlasten, so dass deren gesamte Kapazitäten für Umschlag und Lagerung von vollen Containern mit gefährlichen Substanzen zur Verfügung stehen. Für Effizienz in diesem Lager sorgen eine DV-gestützte Lagerverwaltung und eine automatische Platzerkennung, die die Ein- und Auslagerungsprozesse unterstützen. Zudem wurde das Lager mit RFID (Radio Frequency Identification) Technologie ausgestattet, die eigens für die Anforderungen der Anlage entwickelt wurde. Durch sie werden Verwechslungen der Container mit Sicherheit ausgeschlossen und die komplexen Container-Abläufe weiter optimiert. Denn eine manuelle Pflege von Einlagerungs- und Auslagerungslisten ist überflüssig und die Abläufe im Terminal werden in punkto Platzwahl und Reihenfolge der Ein- und Auslagerungen flexibilisiert. Von dieser Optimierung sowie der Spezialisierung des Terminals auf Leercontainer, für die geringere Sicherheitsanforderungen bei der Lagerung bestehen, profitieren auch die Kunden des Logistik-Dienstleisters: Sie erhalten für die Lagerung leerer Container günstigere Konditionen.
Zentrale Steuerung für reibungslose Abläufe
Damit rund um die Container-Terminals alle Einzelleistungen problemlos ineinander greifen und die Abläufe an den Standorten so effizient wie möglich laufen, ist ein ausgefeiltes Schnittstellen-Management erforderlich. Dies erfolgt in der zentralen Container Leitstelle (CLS), die das Bindeglied zwischen Produktionsbetrieben, Transportzentrale, Service-Stationen und den Containerlagern ist. Hier wird jeder Lagerein- und -ausgang disponiert, jeder Lagerplatz registriert und sämtliche Serviceprozesse koordiniert. Auch die einzelnen Abläufe, die für die Beförderung der Container zur Ladestelle des Kunden oder für den Weitertransport per Lkw oder Bahnwaggon nötig sind, werden über das zentrale IT-System in der Leitstelle gesteuert. Fordert ein Kunde einen Container bei der Leitstelle an, dann erstellt diese einen Bereitstellungsauftrag für das Lager, und der Container wird dort unverzüglich zur Abholung bereitgestellt. Genauso wird verfahren, wenn ein Tank zur Spülstation oder zur Befüllung bzw. Entleerung an die Abfüllstation eines Kunden transportiert werden soll. Die Konsequenz: Die minutengenaue Taktung der Zentrale vermeidet Reibungsverluste, sorgt für eine optimal ausgenutzte Anlage und für schlanke Prozesse - und das spart letztendlich Geld.

